Donnerstag, 19. Dezember 2013

Von Adelaide nach Warrnambool

Am 8. Dezember um 9:15 Uhr bin ich mit Sarah, meiner Begleitung, von Adelaide Richtung Great
Ocean Road losgefahren. Die erste Etappe führte uns von Adelaide nach Halls Gap ein Ort im
Grampians Nationalpark, wo wir beabsichtigten, zwei Nächte zu bleiben. Die 516 km fuhren wir
abwechslungsweise. Ich hatte die "Ehre", die Passstrasse zu fahren. Diese war nicht ganz ohne und war durchaus mit einer Passstrasse in der Schweiz zu vergleichen. Die Strecke erforderte ziemliche Konzentration, ich hatte das Gefühl, dass es schwieriger war, eine so kurvenreiche Strasse links zu befahren. Das erste was wir von Halls Gap zu Gesicht, resp. zu Ohren bekamen, war ein lautes Summen durch die geschlossenen Fenster des Autos. Als wir die Türen öffneten, schlug uns ein Lärm entgegen, der unsere Worte komplett verschluckte. Ein ohrenbetäubender Lärm von Grillen! Wie wir später erfuhren, liegt der Lärmpegel bei 120 Dezibel!! Der Lärm legte sich erst, als es dämmerte. Danach lieferten sich dann die Kookaburras einen Lachwettbewerb, worauf die Kakadus dann noch mit ihrem Gekrächze das Ganze untermauerten. Zum Glück brauchen auch die Tiere Schlaf, sonst hätten wir wohl in dieser Nacht kein Auge zugetan. Am nächsten Morgen machten wir uns auf zu einer 3-stündigen Wanderung. Dank des nicht ganz optimalen Wetters waren wir praktisch alleine unterwegs. Es ging über Stock und Stein, durch Wälder und Schluchten. Am höchsten Punkt hatte man einen tollen Blick über das ganze Tal.











Sonntag, 8. Dezember 2013

Kangaroo Island

Am Donnerstag, 5. Dezember um 06:10 Uhr, bin ich zu meiner Tour zur Kangaroo Island aufgebrochen. Da die Überfahrt mit dem Auto auf der Fähre nicht gerade billig war, habe ich schlussendlich eine zweitägige Tour gebucht. Der Bus brachte uns in 2 1/2 Stunden zur Fähre, welche um 09:00 Uhr bei unruhiger See Richtung Penneshaw ablegte. Nach 45 Minuten nahm uns dort unser Guide in Empfang. Schon auf dem Weg zu unserer ersten Etappe sichteten wir einen Adler und Koalas in den Bäumen. Den ersten Halt machten wir bei einem Schafzüchter, der uns die Künste seiner Kelpies (australische Treib- und Hütehunde) demonstrierte. Er schickte einen der Hunde los, welcher sämtliche Schafe von der Weide holte und in den Stall trieb. Der Schafzüchter demonstrierte uns, wie die Schafschur vor sich geht und wie die gewonnene Schur verarbeitet wird.
Danach ging es weiter zu den Sehenswürdigkeiten der Insel. Kangaroo Island ist 145 Kilometer lang, zwischen 900 Metern und 57 Kilometern breit und hat 509 Kilometer Küstenlinie. Sie ist mit einer Fläche von 4405 Quadratkilometern die drittgrösste Insel Australiens und hat 4500 Einwohner. Es gibt wunderschöne Strände, Sanddünen mit weissem Sand, die sich "Little Sahara" nennen, riesige Seelöwenkolonien, Pinguine, Pelikane, bizarre Felsformationen und die Vegetation ist sehr abwechslungsreich. Unser Nachtlager schlugen wir im Vivonne Bay Camp auf und genossen ein, vom Guide zubereitetes, australisches Barbecue.
Nach einem ausgiebigen Frühstück gings am nächsten Morgen in den Flinders Chase Nationalpark und zu den "Remarkable Rocks" weiter. Dies ist eine eindrückliche Felsformation, welche auf einem Plateau stehend aufs Meer hinausragt. Zum Abschluss der Reise gönnten wir uns die besten Fish und Chips, die es auf der Insel gibt.
Bei ruhiger See ging es zurück aufs Festland und mit dem Car zurück nach Adelaide, wo ich noch bis am Sonntagmorgen blieb.
















Mittwoch, 4. Dezember 2013

Adelaide und Barrossa Valley

Am 27. November 2013 um 22:40 Uhr bin ich nach zwei Stunden Flug in Adelaide bei meinem Backpacker angekommen. Hier habe ich eine gute Wahl getroffen, es ist hier wirklich sehr sympathisch und ich fühle mich um einiges wohler als in Fremantle. Es ist wirklich beeindruckend, wie hilfsbereit die Australier sind. Als ich mit meinem Rucksack an der Bushaltestelle stand, rissen sich die Leute förmlich darum mir zu helfen, damit ich dann auch am richtigen Ort ankomme. Überall wo man hinkommt, sei das auf der Strasse oder in Geschäften, wird man gefragt, woher man kommt, ob man hier lebe oder reise, wohin die Reise gehe usw. Australien ist auch für jemanden wie mich, der so eine Reise das erste Mal macht, das ideale Reiseland. Hier kann man gar nicht verloren gehen. :-) Die Stadt ist nicht gross und übersichtlich. Es ist alles quadratisch angelegt, man findet sich mit einem Plan gut zurecht. Am ersten Tag erkundete ich die Innenstadt und fuhr dann am zweiten Tag 50 Minuten mit dem Bus in eine Shopping Mall ausserhalb der Stadt, um dort den "Vom Fass" Laden zu besuchen. Der Besitzer des Ladens ist mit dem bisherigen Geschäftsgang sehr zufrieden, und das Geschäft kommt bei den Australiern sehr gut an.
Letzten Samstag besuchte ich das Barrossa Valley und einige Winzereien. Auch hier hat man manchmal fast das Gefühl, als würde man sich in der Schweiz befinden. Es gibt eine Hügelkette, und unten im Tal ist es sehr grün. Grün sind jedoch nur die immensen Rebberge, das Gras ist bereits schon wieder gelb-braun.
Nachdem ich nun die ganze Stadt abgeklappert habe, habe ich inzwischen auch eine Begleitung mit Auto für meine nächste Etappe gefunden. Morgen geht es nun endlich weiter Richtung Kangaroo Island und am Sonntag dann Richtung Great Ocean Road nach Melbourne.














Samstag, 23. November 2013

Zweite Etappe Northcliffe und Fremantle

Seit gestern bin ich nun in Fremantle. Da ich kein Internet hatte, musste ich gestern vor Ort nach einem Backpacker suchen und habe das erstbeste genommen, weil der Rucksack doch sehr schwer ist und ich nicht länger rumsuchen wollte. Die Wahl war wohl allerdings nicht die beste. Es ist sehr laut im Haus bis in alle Nacht, und meine Zimmergenossinnen sind auch nicht gerade rücksichtsvoll. Da wird bis in den frühen Morgen rumgelärmt. Es gibt zwar jeweils ein "O sorry" für das Türenknallen, um sie dann anschliessend gleich noch einmal zuzuknallen. Ich bin froh, habe ich hier nur zwei Nächte gebucht und mich entschlossen, morgen nach Perth weiterzufahren. Die Tage bis zu meinem Abflug nach Adelaide am 27. November werde ich dort verbringen.
Die letzte Woche habe ich bei einer alleinstehenden Frau in Northcliffe verbracht, habe zu ihrem Hund geschaut, den Garten gejätet und einen Teil des Hauses gestrichen. Sie wohnt in einem typisch australischen Haus, keine Isolation nur gepresste Holzplatten und Gipsplatten. Sobald es draussen kalt ist, wird es auch im Haus unangenehm, wenn es draussen heiss ist, ist es drinnen wie in einem Backofen. Da das Wetter in Northcliffe sehr wechselhaft ist, ist das sehr unangenehm. Es ist dort ein ständiges Auf und Ab von warm und kalt. Mein Klima war das nicht, viel zu unbeständig. Dafür ist es sehr grün und ähnelt ein bisschen der Schweiz. Der Zusammenhalt der Bewohner ist eindrücklich, es leben auch etwa nur 400 Menschen dort.





Samstag, 9. November 2013

Ankunft in Northcliffe und Farmarbeit

Am 5. November bin ich zur nächsten Station meiner Australienreise aufgebrochen. 3 Stunden Zug- und 3 Stunden Busfahrt vergingen wie im Flug bei der ständig wechselnden Landschaft. So legte ich fast 400 km zurück. Je näher ich Northcliffe WA kam, desto grüner wurde es. Es ist hier weniger trocken als beispielsweise rund um Perth. Es gibt hier richtig grüne saftige Wiesen. Um 15:06 Uhr kam mein Bus schliesslich in Northcliffe an. Ich wurde von Elke und ihren Söhnen abgeholt. Northcliffe hat etwa 400 Einwohner, meine Gastgeber wohnen 11 km ausserhalb der Ortschaft. Elke und Tom betreiben eine Trüffelplantage. Die Trüffel wachsen unter den Haselnussbäumen und Eichen. Maverick der Trüffelhund ist noch in der Trainingsphase und hat bisher zwei Trüffel gefunden. :-) Meistens gibt es keine Internetverbindung und Handyempfang gibt es sowieso nicht. Dafür gibt es umso mehr Känguruhs. Sie sind sehr frech und beobachten alles was man macht. Man kann relativ nahe zu ihnen oder sie kommen, um zu schauen was man macht. Als ich letzte Woche draussen jätete, kamen gleich drei Exemplare und schauten mir zu. Es sieht zwar lustig aus, kann aber auch gefährlich sein, wenn es sich um ausgewachsene Männchen handelt. Dann tut man besser so, als wären sie gar nicht da. Gestern und heute war die Arbeit ziemlich hart. Pinien mussten von Unkraut befreit werden und das etwa einen Kilometer lang. Und alles bei heissen 30 Grad. So bin ich denn am Abend jeweils ziemlich kaputt.

 
 
 

 
 

Sonntag, 3. November 2013

Ankunft in Australien

Nach einem langen, aber ganz angenehmen Flug, bin ich gut in Perth angekommen. Die Immigration verlief sehr angenehm, ausser den Käse musste ich nichts auspacken. Die Abholung durch Erika, meine Kollegin klappte tipp top. Das Haus und auch die Umgebung ist wirklich genau so, wie im Video. Es ist ein Riesenhaus mit viel Umschwung. Bereits nach meiner Ankunft habe ich nach der ersten Besichtigung tatkräftig im Garten und ums Haus mitgeholfen. Bei der Orangenernte, beim Zusammensammeln von Steinen, zwecks Erstellen eines Bordes, beim Kochen etc. Unten im Tal gibt es einen Fluss, man wähnt sich fast im Tessin.